Ich werde Mutter! Was wird?
Kunsttherapeutische Begleitung zwischen Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft
Vielleicht kennen Sie die Vorfreude, aber auch Unsicherheit. Vielleicht sind Sie überrascht davon, wie sehr Sie die neue Rolle beschäftigt. Vielleicht ist Ihr Kind schon da und Sie merken erst jetzt, wie viel sich in Ihrem Leben, Ihrem Körper und Ihrem Selbstverständnis verändert hat.
Was verändert sich eigentlich, wenn aus einer Frau eine Mutter wird?
Mutterschaft ist ein längerer Prozess. In der Fachsprache wird er als Matreszenz bezeichnet und beschreibt den Prozess des Mutterwerdens. Er beginnt bereits in der Schwangerschaft und entwickelt sich über die Geburt und die erste Zeit mit dem Kind hinaus. In der Gruppe nehmen wir uns Zeit, diesem Prozess Raum zu geben und ihn mit künstlerischen Mitteln zu erkunden.
Was erwartet Sie?
Sie bekommen Raum,
- Ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Mutterwerden zu betrachten,
- Gedanken und Gefühle auszudrücken, für die vielleicht noch keine Worte da sind,
- Ihr eigenes Verständnis von Mutterschaft zu erkunden,
- Erwartungen und Vorstellungen von außen zu hinterfragen,
- Veränderungen Ihres Selbstbildes und Ihrer Identität zu betrachten,
- eigene Bedürfnisse und Grenzen in den Blick zu nehmen und
- sich mit anderen Frauen über ihre Erfahrungen auszutauschen.
Wie arbeiten wir?
Die Sitzungen finden in ruhiger Atmosphäre mit ausreichend Raum für kreatives Arbeiten und Austausch statt. Wir arbeiten mit unterschiedlichen künstlerischen Materialien und Methoden, zum Beispiel mit Malerei, Zeichnung, Collage und Symbolen. Werkzeuge, Papier und Malmittel wie Aquarellfarben, Öl- und Pastellkreiden sowie Collagematerial stehen bereit und können frei genutzt werden. Es geht um Ihren persönlichen Ausdruck und Ihre Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema. Künstlerische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Die Gruppe bietet einen geschützten Rahmen für Austausch und individuelle Reflexion. Jede Teilnehmerin entscheidet selbst, was sie gestalten und mit der Gruppe teilen möchte.
Für wen?
Für Frauen während der Schwangerschaft sowie für Mütter mit Babys oder Kleinkindern, die sich mit ihrem persönlichen Prozess des Mutterwerdens beschäftigen möchten.
Eine Kinderbetreuung wird nicht angeboten.
Wer die Gruppe begleitet
Ich bin Kunsttherapeutin (B. A.) und Mitglied im Deutschen Fachverband für Kunst- und Gestaltungstherapie (DFKGT). Ein Schwerpunkt meiner Arbeit liegt im Bereich Frauengesundheit und weiblicher Lebensphasen. Ich beschäftige mich damit, wie körperliche, psychische und emotionale Veränderungen erlebt werden und wie kreative Prozesse dabei unterstützen können, das eigene Erleben bewusster wahrzunehmen und besser einzuordnen. Als selbst Mutter kenne ich die Veränderungen des Mutterwerdens auch aus eigener Erfahrung.
Rahmen und Eckdaten:
- kleine, feste Gruppe mit mindestens 3, maximal 6 teilnehmende Personen
- geschützter, strukturierter Rahmen
- wöchentliche Termine
- keine künstlerischen Vorkenntnisse erforderlich
- Materialien wie Aquarellfarben, Öl- und Pastellkreiden sowie Collagematerial sind im Preis enthalten und werden zur Verfügung gestellt.
Wenn Sie neugierig sind, ob die Gruppe für Sie passend sein könnte oder Fragen haben, kontaktieren Sie mich gerne.
Aktuelle Termine
Interessensgruppe
Die nächste Gruppe befindet sich derzeit in Planung.
Wenn Sie Interesse an der Teilnahme haben, können Sie sich unverbindlich bei mir melden. Sobald sich eine passende Gruppe zusammengefunden hat, stimmen wir gemeinsam einen Zeitraum und die Termine ab.
Geplant sind:
6-8 wöchentliche Termine zu je 90 Minuten
In Karlsruhe
Preis: pro Termine 40 € inkl. Material
Schreiben Sie mir gerne, wenn Sie grundsätzlich Interesse haben. Sie müssen sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht für einen konkreten Termin entscheiden.
Hinweis: Das Angebot ist kunsttherapeutisch und präventiv ausgerichtet und ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung.
FAQs
Wie läuft eine Sitzung ab?
Jede Sitzung folgt einer klaren und wiederkehrenden Struktur. Zu Beginn gibt es Raum zum Ankommen sowie eine kurze gemeinsame Befindlichkeitsrunde. Anschließend begleite ich den kunsttherapeutischen Prozess, in dem Sie mit unterschiedlichen Materialien kreativ arbeiten. Je nach Thema entstehen dabei freie gestalterische Prozesse oder behutsame künstlerische Impulse. Im Mittelpunkt steht nicht das künstlerische Ergebnis, sondern das eigene Erleben während des Gestaltens. Viele Menschen erleben, dass sich im kreativen Prozess Gedanken, Gefühle oder Zusammenhänge zeigen, die zuvor schwer greifbar waren. Zum Abschluss besteht die Möglichkeit, das entstandene Werk gemeinsam zu betrachten und über Erfahrungen aus dem Prozess zu sprechen.
Muss ich in der Gruppe über Persönliches sprechen?
Sie entscheiden selbst, was Sie teilen möchten und was nicht. Es gibt keine Verpflichtung, persönliche Erfahrungen ausführlich zu besprechen.
Welche Wirkung hat Kunsttherapie?
Kunsttherapie kann positive Effekte auf psychisches Wohlbefinden, Stress, Angst und Stimmung haben. Studien zeigen, dass kunsttherapeutische Interventionen beispielsweise Verbesserungen im Umgang mit Emotionen oder depressiven Symptomen bewirken sowie Angstsymptome reduzieren und die allgemeine Lebensqualität verbessern können.
Zudem deuten Übersichtsarbeiten, unter anderem von der WHO, zur präventiven Wirkung von künstlerischen Interventionen darauf hin, dass sie zur Stressreduktion, emotionaler Regulation und zur Förderung von Ressourcen beitragen können.
Kunsttherapie kann nicht nur Ausdrucksmöglichkeiten erweitern, sondern auch helfen, innere Prozesse zu erkennen, Ressourcen zu aktivieren und mehr Klarheit im Umgang mit emotionalen Herausforderungen zu gewinnen.
Die Aussagen zur Wirkung von Kunsttherapie stützen sich unter anderem auf folgende Studien und Übersichtsarbeiten:
- Joschko et al. (2024): Active visual art therapy and health outcomes: A systematic review and meta-analysis. JAMA Network Open. https://doi.org/10.1001/jamanetworkopen.2024.28709
- Martin et al. (2018): Creative Arts Interventions for Stress Management and Prevention – A Systematic Review. MDPI. https://doi.org/10.3390/bs8020028
- Fancourt & Finn (2019): What is the evidence on the role of the arts in improving health and well-being? WHO Europe. ISBN 978-92-890-5455-3
- Quinn, Millard & Jones (2025). Group arts interventions for depression and anxiety among older adults: a systematic review and meta-analysis. Nature Mental Health (374-386). https://doi.org/10.1038/s44220-024-00368-1
Sind künstlerische Vorerfahrungen nötig?
Nein. Für die Kunsttherapie sind keine künstlerischen Kenntnisse erforderlich. Entscheidend ist nicht ein ästhetisches Ergebnis, sondern das persönliche Erleben im kreativen Ausdruck. Auch zurückhaltende oder unsichere Zugänge dürfen Raum haben und nicht jede Sitzung muss sich gleich kreativ oder produktiv anfühlen.
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