Den eigenen Zyklus verstehen, begleiten und gestalten.
Kunsttherapeutische Kleingruppe in Karlsruhe

Aquarellfarben in der Kunsttherapie - Kunsttherapie Hauer

Viele erleben ihren Menstruationszyklus als schwer vorhersehbar, besonders dann, wenn sich Stimmung, Energie oder Belastbarkeit im Monatsverlauf spürbar verändern, etwa im Zusammenhang mit PMS oder PMDS.

In der kunsttherapeutischen Kleingruppe setzen Sie sich kreativ mit Ihrem eigenen Erleben auseinander und können Ihren Zyklus bewusster wahrnehmen und besser einordnen. Über das Arbeiten mit Farben, Formen und Materialien können innere Prozesse sichtbar werden, die im Alltag oft schwer greifbar bleiben und manchmal keine passenden Worte finden.

Themen, die häufig eine Rolle spielen:
  • Körperliche und emotionale Veränderungen einordnen
  • Individuelle Strategien im Umgang mit prämenstruellen Beschwerden wie Stimmungsschwankungen, Überforderung und Erschöpfung entwickeln
  • Persönliche Ressourcen und Grenzen in den einzelnen Phasen wahrnehmen und stärken
  • Selbstfürsorge, Rituale und zyklusfreundliche Routinen integrieren

Die Gruppe ist bewusst klein gehalten (3 bis 6 Personen), findet in einer festen Zusammensetzung statt und bietet einen geschützten Rahmen. Jede Sitzung folgt einer klaren Struktur aus Ankommen, künstlerischem Arbeiten sowie gemeinsamer Betrachtung und Reflexion. Die Teilnahme setzt keine gestalterische Vorerfahrung voraus. Entscheidend ist nicht ein ästhetisches Ergebnis, sondern ein bewusster Zugang zum eigenen Erleben und das, was Sie aus dem Prozess und der gemeinsamen Reflexion für sich mitnehmen:

Was passiert wann? Was brauchen Sie in unterschiedlichen Phasen? Und was hilft konkret im Alltag?

Wenn sich bestimmte Zustände im Monatsverlauf wiederholen und schwer einzuordnen sind, kann es entlastend sein, diese Zusammenhänge besser zu verstehen und sich damit nicht allein zu fühlen.

Die Sitzungen finden in ruhiger Atmosphäre mit ausreichend Raum für kreatives Arbeiten und Austausch statt. Materialien wie Aquarellfarben, Öl- und Pastellkreiden sowie Collagematerial stehen bereit und können frei genutzt werden.

Ich bin Kunsttherapeutin (B. A.) und Mitglied im Deutschen Fachverband für Kunst- und Gestaltungstherapie (DFKGT). Ein Schwerpunkt meiner Arbeit liegt im Bereich Frauengesundheit und zyklusbezogener Themen wie PMS oder PMDS. Im Rahmen meiner Bachelorarbeit habe ich mich mit Kunsttherapie bei prämenstruellen Beschwerden beschäftigt und der Frage, wie kreative Prozesse dabei unterstützen können, das eigene Erleben bewusster wahrzunehmen und besser einzuordnen.

Jennifer Hauer

Rahmen und Eckdaten:
  • kleine, feste Gruppe mit mindestens 3, maximal 6 teilnehmende Personen
  • geschützter, strukturierter Rahmen
  • wöchentliche Termine 
  • keine künstlerischen Vorkenntnisse erforderlich
  • Materialien wie Aquarellfarben, Öl- und Pastellkreiden sowie Collagematerial sind im Preis enthalten und werden zur Verfügung gestellt.

Wenn Sie neugierig sind, ob die Gruppe für Sie passend sein könnte oder Fragen haben, kontaktieren Sie mich gerne. 

Aktuelle Termine

Frühjahrsgruppe 2026

Dienstags, 09.06. bis 14.07.2026
Termine: 09.06. | 16.06. | 23.06. | 30.06. | 07.07. | 14.07.
jeweils 18:00 bis 19:30 Uhr

Ort: „Wechselzeiten – Rundum Frauengesundheit“ in der Gottesauer Str. 26, Karlsruhe
3-6 Personen

Preis: 6 Termine à 40 € inkl. Material

Die Gruppe hat bereits begonnen. Eine Anmeldung ist nicht mehr möglich.

Herbstgruppe 2026

Dienstags, 15.09. bis 03.11.2026
15.09. | 22.09. | 29.09. | 06.10. | 13.10. | 20.10. | 27.10. | 03.11.
jeweils 18:00 bis 19:30 Uhr

Ort: „Wechselzeiten – Rundum Frauengesundheit“ in der Gottesauer Str. 26, Karlsruhe
3-6 Personen

Preis: 8 Termine à 40 € inkl. Material

Wintergruppe 2026

Die nächste Gruppe ist in Planung. Termine werden in Kürze bekannt gegeben. Wenn Sie informiert werden möchten, sobald Termine feststehen, können Sie hier einen Platz vormerken.

Hinweis: Der kunsttherapeutische Workshop kann dabei unterstützen, Muster zu erkennen, Belastungen zu entschärfen und eigene Stärken in verschiedenen Zyklusphasen bewusster wahrzunehmen und zu nutzen. Er ersetzt jedoch keine medizinische oder therapeutische Behandlung.

FAQs

Wie läuft eine Sitzung ab?

Jede Sitzung folgt einer klaren und wiederkehrenden Struktur. Zu Beginn gibt es Raum zum Ankommen sowie eine kurze gemeinsame Befindlichkeitsrunde. Anschließend begleite ich den kunsttherapeutischen Prozess, in dem Sie mit unterschiedlichen Materialien kreativ arbeiten. Je nach Thema entstehen dabei freie gestalterische Prozesse oder behutsame künstlerische Impulse. Im Mittelpunkt steht nicht das künstlerische Ergebnis, sondern das eigene Erleben während des Gestaltens. Viele Menschen erleben, dass sich im kreativen Prozess Gedanken, Gefühle oder Zusammenhänge zeigen, die zuvor schwer greifbar waren. Zum Abschluss besteht die Möglichkeit, das entstandene Werk gemeinsam zu betrachten und über Erfahrungen aus dem Prozess zu sprechen.

Sie entscheiden selbst, was Sie teilen möchten und was nicht. Es gibt keine Verpflichtung, persönliche Erfahrungen ausführlich zu besprechen.

Kunsttherapie kann positive Effekte auf psychisches Wohlbefinden, Stress, Angst und Stimmung haben. Studien zeigen, dass kunsttherapeutische Interventionen beispielsweise Verbesserungen im Umgang mit Emotionen oder depressiven Symptomen bewirken sowie Angstsymptome reduzieren und die allgemeine Lebensqualität verbessern können.

Zudem deuten Übersichtsarbeiten, unter anderem von der WHO, zur präventiven Wirkung von künstlerischen Interventionen darauf hin, dass sie zur Stressreduktion, emotionaler Regulation und zur Förderung von Ressourcen beitragen können.

Kunsttherapie kann nicht nur Ausdrucksmöglichkeiten erweitern, sondern auch helfen, innere Prozesse zu erkennen, Ressourcen zu aktivieren und mehr Klarheit im Umgang mit emotionalen Herausforderungen zu gewinnen.

 

Die Aussagen zur Wirkung von Kunsttherapie stützen sich unter anderem auf folgende Studien und Übersichtsarbeiten:

  • Joschko et al. (2024): Active visual art therapy and health outcomes: A systematic review and meta-analysis. JAMA Network Open. https://doi.org/10.1001/jamanetworkopen.2024.28709
  • Martin et al. (2018): Creative Arts Interventions for Stress Management and Prevention – A Systematic Review. MDPI. https://doi.org/10.3390/bs8020028
  • Fancourt & Finn (2019): What is the evidence on the role of the arts in improving health and well-being? WHO Europe. ISBN 978-92-890-5455-3
  • Quinn, Millard & Jones (2025). Group arts interventions for depression and anxiety among older adults: a systematic review and meta-analysis. Nature Mental Health (374-386). https://doi.org/10.1038/s44220-024-00368-1

Nein. Für die Kunsttherapie sind keine künstlerischen Kenntnisse erforderlich. Entscheidend ist nicht ein ästhetisches Ergebnis, sondern das persönliche Erleben im kreativen Ausdruck. Auch zurückhaltende oder unsichere Zugänge dürfen Raum haben und nicht jede Sitzung muss sich gleich kreativ oder produktiv anfühlen.

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